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Möchtegern-Reform des Umgangs- und Sorgerechts ist reine Augenwischerei

Das Ergebnis der Expertenrunde zur Reform des Sorge- und Umgangsrecht für Trennungskinder enttäuscht auf ganzer Linie. Vage Absichtserklärungen reichen nicht aus, um die Situation von Trennungskindern und ihren Eltern maßgeblich zu verbessern. Nach monatelangen Lippenbekenntnissen ist das Thesenpapier als politische Empfehlung weniger als eine Minimallösung.

Wir brauchen ein echtes gesetzliches Leitbild für das Wechselmodell. Ansonsten wird sich in der Praxis kaum etwas ändern. Dafür sind größere Schritte notwendig. Nötig wären beispielsweise  verpflichtende Mediationen vor eskalierenden Gerichtsverfahren und die finanzielle Entlastung von Eltern, die ihre Kinder getrennt gemeinsam erziehen wollen. Die Große Koalition hat nicht den Mut für eine wirkliche Reform. Das zeichnet sich seit langem ab. Die Familien werden im Stich gelassen. Dieses Aussitzen eines so wichtigen Themas ist bezeichnend für den Zustand der Großen Koalition. Was wir brauchen, ist ein Paradigmenwechsel. Diese Möchtegern-Reform ist reine Augenwischerei .

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