Sonder-AfA ist der falsche Weg

Zum Gesetzentwurf der steuerlichen Förderung des Mietwohnungsbaus, der im Bundeskabinett behandelt wird, erklärt der bau- und wohnungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Daniel Föst:

„Die von der GroKo geplante Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Bereits 2015 gab es einen vergleichbaren Vorstoß, der allerdings ein wesentlich größeres Abschreibungsvolumen vorgesehen hatte. Der Regierung fehlt der Mut für einen großen Wurf. Das ist angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt deutlich zu wenig. Zudem ist der Entwurf einseitig auf Mietwohnungen ausgelegt. Besser wäre eine Förderung, die auch Eigentums-Neubauten berücksichtigt. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Bundesregierung Investoren steuerlich bevorzugt, aber die Familie mit dem geplanten Reihenhaus nicht.

Viel wichtiger als dieses Steuergeschenk vor den Landtagswahlen, wäre es die lineare AfA für den Mietwohnungsbau grundsätzlich von 2% auf 3% zu erhöhen. Zudem muss der Fachkräftemangel in der Baubranche behoben und neues Bauland ausgeschrieben werden. Außer Mitnahmeeffekten passiert ansonsten nichts.“

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.